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Tapetenarten – die richtige Tapete finden

Die Auswahl an Tapeten im Handel ist enorm: Raufaser, Vlies, Velours oder doch lieber eine Fototapete? Wie unterscheiden sich die einzelnen Tapetenarten voneinander und wie kann die ideale Wandbekleidung für das eigene Zuhause gefunden werden? Hier erfahren Sie es!

 

Unterschiede beim Tapetenmaterial

Din EN 235 hilft, die verschiedenen Tapetenarten voneinander zu unterscheiden. Dabei lassen sich die diversen Materialien in insgesamt zwei Hauptgruppen und davon jeweils acht Untergruppen einordnen. Für Laien ist dies jedoch selten relevant beim Kauf. Deutlich höhere Priorität erfährt die Struktur der Tapeten. Was passt in den eigenen Wohnraum und zum eigenen Lifestyle? Die folgende Übersicht liefert den nötigen Überblick über die einzelnen Tapetenmaterialien.

 

Klassiker an der Wand: Raufaser

Die Raufasertapete ist bekannt in der Gruppe der Papiertapeten. Sie wird besonders gerne aufgrund ihrer raueren Struktur genutzt. Dafür sind kleine Holzstücke in den Bahnen verarbeitet, die ihnen ihre außergewöhnliche Oberflächenstruktur verleihen.

Die Tapetensorte gilt grundsätzlich als umweltfreundlich und günstig. Zudem kann sie unproblematisch an Wände angebracht werden, da sie bahnenweise von der Rolle aus eingekleistert wird. Solche Tapeten sind außerdem ideal, wenn mehrfaches Streichen mit Farbe geplant ist – denn sie kleben zuverlässig an Zimmerwänden.

 

Vliestapeten – etwas mehr Textil für die Wand

Vliestapeten bestehen vorwiegend aus Zellstoff und textilen Fasern. Ihre Herstellung macht sie für gewöhnlich reißfester im Vergleich zu anderen Tapeten aus Papier. Dadurch kann diese Sorte gut genutzt werden, um kleinere Risse an Wänden abzudecken. Sie eignet sich daneben für sanitäre Räume, wie das Badezimmer. Denn sie kommen ohne Probleme mit Feuchtigkeit zurecht.


Kombi-Variante: Vlies-Raufaser-Tapeten

Eine ausgefallene Form der Vliestapeten sind jene, die die Vorzüge vom Vlies mit denen der klassischen Raufasertapete vereinen: Vlies-Raufaser-Bahnen können als strapazierfähige Wandbekleidung herhalten, da sie atmungsaktiv und reißfest sind. Sie überzeugen mit der aufgerauten Struktur der Raufaservariante und bieten zugleich die Festigkeit und Stabilität von Vlies.


Textiltapete – anspruchsvoller Stoff

Die sog. Stofftapeten nutzen mehr als Papier: Die Grundlage bilden Träger aus Papier oder Vlies. Zusätzlich kommen bei der Herstellung dieser Tapeten Naturfasern oder Kunstfasern zum Einsatz. Das können Sisal und Hanf sein, aber ebenso Baumwolle und Seide sind geeignet. Deswegen sind sie im Handel häufig unter den zugehörigen Bezeichnungen erhältlich (z. B. Wolltapeten, Seidentapeten, Leinentapeten).

Die Herausforderung bei der Tapete besteht in ihrem Material. Als Stofftapete kommt sie ausschließlich in trockenen Umgebungen gut zurecht. Der Einsatz von Feuchtigkeit ist bei dieser Tapetensorte unangebracht. Stattdessen können Staubsauger bzw. Staubwedel für mehr Sauberkeit auf der Oberfläche herhalten.

 

Velourstapete – Papier oder Textil?

Textile Wandbeläge basieren üblicherweise auf Vlies oder Papier als Trägermaterial. Dabei sind Velourstapeten als eine Unterart der Arten betrachtbar. Sie kommt durch spezielle Fasern aus Papier bzw. Textilschnitt zustande. Diese lassen sich mit Leim auf dem tragenden Material fixieren.

Ihre samtweiche Oberflächenstruktur gilt deswegen als wesentliches Merkmal. In einigen Fällen kann sich die typische Struktur der Tapete auf einzelne Flächenbereiche der Bahnen begrenzen. Dadurch ermöglicht sie eine attraktive Ästhetik an der Zimmerwand.

 

Naturtapete – natürlich nachhaltig?

Eine Naturwerkstofftapete zeichnet sich durch ihre naturbelassenen Bestandteile aus. Hierbei kommt zwar ebenfalls eine Basis aus Papier bei einigen Sorten zum Einsatz. Aber davon abgesehen verwenden Hersteller der Naturtapeten vorwiegend Holzfasern, Kork, Gräser oder Sand. Das verhilft dieser Tapetenart zu ihrer charakteristischen Struktur.

Eine alternative Grundlage neben dem Papier stellt gleichfalls ein Träger aus Vlies dar. Die Naturtapeten ähneln den textilen Varianten im Handel, da ihre Bezeichnungen ebenso auf den verarbeiteten Stoffen basieren. Dadurch existieren auf dem Markt bspw. Bambustapeten, Korktapeten oder Holztapeten.

 

Vinyltapeten – Schaum, Lack, Kunststoff?

Vinyl ist ein Werkstoff, der für die klassische Schallplatte ebenso wie für moderne Bodenbeläge aus PVC (Polyvinylchlorid) gebraucht wird. Dieser Kunststoff bildet die Basis für die Tapete. Sie basiert, wie andere Arten, auf einer tragenden Schicht aus Vlies bzw. Papier. Auf dem Träger kommt eine Vinylschicht. Sie kann sowohl glatt als auch strukturiert erscheinen. Dabei besteht gleichzeitig die Möglichkeit, eine dünne oder dicke Schicht zu nutzen.

Eine großzügigere Beschichtung findet sich bei Schaumtapeten, wohingegen dünne Vinylschichten eher bei Lacktapeten vorkommen. Selbstklebende Folientapeten bestehen im Übrigen häufig aus Vinyl. Der Kunststoff, der für die Struktur der Tapete charakteristisch ist, sorgt für eine ausgezeichnete Pflegeleichtigkeit. Vinyltapeten sind jedoch oft wasserdicht, was u. U. problematisch sein kann.

Wer einen speziellen Wert auf ökologische Lösungen legt, profitiert eher von anderen Tapetenarten. Denn die Vinyltapete enthält oftmals sog. Weichmacher. Diese Substanzen gelangen mit der Zeit in die Raumluft. Auf die Art können sie ein gesundheitliches Risiko darstellen. Deswegen sind derartige Kunststofftapeten kaum für Schlafräume oder Kinderzimmer geeignet.

Fototapeten – perfekt in Szene gesetzt?

Wandbilder oder sog. Bildtapeten basieren auf optisch ansprechende Effekte. Ihre Besonderheit liegt in den großformatigen Bildmotiven, die eine exakte und sorgfältige Verarbeitung beim Anbringen an die Wand erfordern. Dabei bestehen sie aus unterschiedlichen Materialien.

Fototapeten können als Papiertapete erhältlich sein. Daneben existieren Varianten mit Vlies als Trägermaterial. Ausführungen aus Kunststoff sind ebenfalls üblich. Letztere nutzen oft eine selbstklebende Rückseite, um die Verwendung auf unterschiedlichen Untergründen zu ermöglichen. Dadurch kommen die Bildtapeten gleichfalls infrage, um z. B. Schränke neu aussehen zu lassen. Der Handel stellt die Fototapeten oder Wandbilder normalerweise in zwei bzw. drei Ausführungen bereit:

  • Bogen (gefaltet)
  • Bahn (gefaltet)
  • Rolle (gerollt)

Glasfasertapeten – eine Premiumtapete?

Glasfaser kann weit mehr, als schnelle Datenverbindungen herstellen. An Wänden bieten Glasfasertapeten ungeahnte Vorzüge. Sie sind ebenfalls unter den Bezeichnungen Glasfasergewebe oder Glasfaservlies bekannt. Dabei deutet sich bereits ihre Beschaffenheit an: Sie gelten als mineralische Tapetenart und überzeugen mit einer enormen Strapazierfähigkeit und Struktur. Denn hier erhalten Nutzende die Auswahl zwischen eingewebten Motiven, Fischgrätmustern und Rauten.

Die wasserdichte und gegen Schimmelpilzen resistente Oberflächenstruktur verhilft ihnen zuverlässig zur Haltbarkeit. Bei richtiger Verwendung als Wandbekleidung kann sie sogar mehrere Generationen in einem Haus erfreuen. Der größte Nachteil von diesem Tapetenmaterial sind die Kosten – neben der anspruchsvolleren Verarbeitung. Sie sind nicht unbedingt günstig, überzeugen stattdessen aber mit einer hohen Qualität.

 

Metalltapeten – mehr als Effekthascherei

Imposante Effekte können ebenfalls durch die Verwendung von Metall erzielt werden. Eine entsprechende Optik gehört bei Metalltapeten deswegen zur Struktur. Damit die Metallstruktur gelingt, existieren zwei Ausführungen mit Metall. Eine echte Tapete aus Metall basiert auf einem Trägermaterial, das eine Metallfolie oder eine dünne Schicht eines metallenen Materials ergänzt.

Daneben sind Tapeten verfügbar, die kein echtes Metall enthalten. Sie sind als sog. Metalleffekttapeten erhältlich. Der metallische Effekt dieser Ausführungen entsteht vorwiegend mithilfe von "Bronzen" oder Kunststoffen. Bronzen sind Pigmente, die sich als Metalleffekt aufdrucken lassen.

Die Anwendung von Metalltapeten ist etwas anspruchsvoller als z. B. die von Papiertapeten. Metalle gelten als leitfähige Materialien. Deswegen besteht ein gesondertes Risiko in puncto Elektrizität bei der Verarbeitung. Diese Haupteigenschaft des Tapetenmaterials sorgt dafür, dass sie sich weniger für einen kompletten Wohnraum eignet. Stattdessen können Metalltapeten eher an einzelnen Stellen als eine Form von Dekoration dienen.

Während die elektrische Leitfähigkeit ein Nachteil sein kann, ergeben sich enorme Vorteile bei der Nutzung dieser Tapetenart. Denn sie lassen sich schwer entflammen und zugleich ausgezeichnet feucht reinigen. Gleichzeitig sind metallische Tapetenarten lichtbeständig wie kaum ein anderes Tapetenmaterial.

 

Tapete finden leicht gemacht

Die Auswahl an unterschiedlichen Tapetenarten ist immens. Als Laie ist es daher oftmals schwierig, gute Qualität zu erkennen. Ein Hinweis kann das sog. RAL-Gütesiegel sein. Hierbei handelt es sich um orangegefärbte Lettern vor weißem Hintergrund. Dieses Zeichen bestätigt, ob eine Tapete gesundheitlich unbedenklich ist.

Die vorliegende Übersicht über die einzelnen Tapetenmaterialien hat gezeigt, welche Optionen für die Wandbekleidung im Wohnraum existieren. Papier, Vinyl, Velours oder die klassische Raufasertapete – die verschiedenen Tapetenarten ermöglichen ansprechende Lösungen für die eigenen Wände.